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Menschen aus Oberreut

Niemand, der in dem Stadtteil im Südwesten von Karlsruhe wohnt, ist hier seit Generationen verwurzelt. Auf dem Reißbrett entworfen, wurde der Stadtteil seit den 1960er-Jahren Wohn- und Lebensort von Menschen mit verschiedensten kulturellen und sozialen Hintergründen. Migrationserfahrung - entweder ganz persönlich oder familiär - ist das, was alle Oberreuter und Oberreuterinnen heute verbindet. Menschen aus 104 Nationen leben in Oberreut friedlich zusammen.

Hier stellen sich die Oberreuter und Oberreuterinnen vor, die in der Ausstellung über ihr Ankommen und ihr (Zusammen-)Leben in Oberreut berichten.

Antoinette Mayer

1949 bin ich in Hermannstadt/Siebenbürgen geboren. Dort habe ich geheiratet und dort sind auch meine vier Kinder zur Welt gekommen. Als junge Frau war ich rumänische Schwimmmeisterin, doch ins Ausland bin ich damals nie gekommen, weil meine Eltern früh einen Ausreiseantrag nach Deutschland gestellt hatten.

Im März 1989 bin ich mit meiner Familie aus Rumänien schließlich nach Deutschland gekommen. Meine Schwester und mein Bruder waren schon zuvor ausgereist. Wir haben zuerst in Freudenstadt und in Ettlingen, danach in Neureut gewohnt. Von dort bin ich 1995 mit meinem Mann nach Oberreut gezogen. Zunächst haben wir noch in einem anderen Haus gewohnt, meine jetzige Wohnung liegt ganz nahe am Wald, fast im Grünen.

Antoinette Mayer

Ich habe noch viele Freunde in Siebenbürgen, die ich jedes Jahr besuche, aber leben möchte ich dort nicht mehr. Inzwischen ist mir Oberreut zur Heimat geworden. Nach dem Tod meines Mannes vor vier Jahren haben mich meine Kinder gedrängt, zu ihnen zu ziehen. Aber ich möchte in Oberreut wohnen und nirgendwo anders!

Die Luft hier ist sehr, sehr gut. Wir haben eine gute Nachbarschaft und die Leute helfen sich gegenseitig. Konflikte zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten gibt es in Oberreut nicht. Der Kontakt zu anderen Oberreuterinnen und Oberreutern mit rumänischen Wurzeln spielt für mich keine besondere Rolle. Ich unterhalte mich mit allen Leuten, egal woher sie kommen. Ich bin beim VdK aktiv und mache gerne bei den Bingo-Abenden der AWO mit. Auch in der Nachbarschaft spielen wir manchmal gemeinsam oder treffen uns.

Ich freue mich, dass alle meine vier Kinder in der Nähe wohnen und wir in engem Kontakt stehen. Sie kümmern sich alle sehr um mich, ein Sohn besucht mich jeden Sonntag und dann gehen wir zusammen zum Friedhof. Einige meiner Enkelinnen und Enkel sind musikalisch, andere sehr sportlich veranlagt, das liegt wohl in der Familie. Meine 16-jährige Enkelin ist Welt- und Europameisterin im Segeln, natürlich bin ich sehr stolz.

Bernhard Heck

Geboren bin ich in Karlsruhe (1946). Nach dem Abitur am Max-Planck-Gymnasium in Rüppurr habe ich Jura in Heidelberg und München studiert und war bis 2013 als Richter am Amtsgericht in Durlach tätig. Jahrzehnte habe ich im Dammerstock mit der Familie (3 Kinder) gewohnt.

Ich selbst bin eher zufällig im Februar 2019 Neubürger in Oberreut geworden. Nach Jahrzehnten in einem Einfamilienhaus erschien mir das Wohnen über mehrere Etagen mit täglichem Treppensteigen nicht mehr passend. Auf der Suche nach einer altersgerechten Wohnung fand ich mit Hilfe der "Volkswohnung", wonach ich suchte: Etagenwohnung, Lift, Hausordnung etc. wird durch eine Firma erledigt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Nähe zur Straßenbahn. Die Benutzung des Autos ist im Alltag entbehrlich.

Bernhard Heck

Wenn ich Besuch von meinen Enkelkindern erhalte, habe ich die Auswahl zwischen mehreren Spielplätzen. Direkt neben meiner Wohnung befindet sich ein Wasserspielplatz mit Pumpe und kleinen Stauwehren: der ideale Ort für die Kleinen, die sich hier stundenlang vergnügen können.

Natürlich war mir bei der Wohnungswahl nicht unbekannt, dass der Stadtteil ein gewisses Image-Problem hat. Rückblickend kann ich ganz unbefangen feststellen, dass der bisweilen noch kolportierte negative Ruf einer realen Grundlage entbehrt.

Positiv wirkt sich auch die gute Infrastruktur für das tägliche Leben aus. Mehrere Supermärkte und an einzelnen Tagen mobile Händler stehen zur Auswahl. Bei Bedarf kann auch auf eine Apotheke, die Sparkasse und Geldautomaten verschiedener Banken zurückgegriffen werden.

Mittlerweile bin ich pensioniert. Neben meinen Sprachhobbies (Englisch und Spanisch) bin ich nebenberuflich noch für eine internationale Organisation (OSZE) tätig. Daher ist mir der Umgang mit Menschen anderer Länder und Kulturen nicht fremd. Hier in Oberreut beobachte ich das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft.

Isabelle Coin

Ich heiße Isabelle und bin 34 Jahre alt. Ich lebe gemeinsam mit meinem Partner und unserer 1 1/2 jährigen Tochter in Oberreut.

Ursprünglich komme ich aus dem Raum Tübingen und bin im Jahr 2011 nach Karlsruhe gezogen. Die Stadt kennen und schätzen gelernt habe ich vormals durch eine Fortbildung und meine Tante, die hier schon viele Jahre lebt.
Mein Freund stammt ursprünglich aus Chile und lebt seit circa neun Jahren in Deutschland, circa sechs Jahre davon allein in Karlsruhe.

Wir hatten jeweils Wohnungen in Durlach, in der Oststadt, in Mühlburg und in Grünwinkel. Man passt seinen Lebensstil auch manchmal der Umgebung an bzw. seine Umgebung dem Lebensstil. So hat es uns dann gemeinsam vor circa zwei Jahren nach Oberreut verschlagen. Wir wollten mehr Platz und leider ist die Auswahl an Wohnungen in Karlsruhe nicht so groß und einfach, sodass wir uns erstmal nicht mit Stadtteilen auseinandersetzten, sondern froh waren, eine Wohnung gefunden zu haben. Erst zur Besichtigung dann haben wir uns mit Oberreut beschäftigt. Zuvor waren wir beide noch nicht hier unterwegs. Die Vorteile überwogen und so sind wir hierhergezogen.

Menschen aus Oberreut: Isabelle Coin

Überzeugt kann ich sagen: Uns gefällt die stadtnahe Anbindung. Man ist mit der Bahn und mit dem Rad in schnellen 15 Minuten in der Innenstadt und trotzdem ist es hier verhältnismäßig ruhig. Da Familie und Freunde in der Heimat ebenfalls regelmäßig besucht werden wollen, ist die Möglichkeit, zügig auf die Autobahn zu gelangen, ebenfalls attraktiv für uns. Nicht zuletzt auch sehr begeistert sind wir hier von den vielen Spielplätzen für Kinder, den großen Freiflächen mit viel Grün und der Nähe zum Wald.

Auch unser Besuch von außerhalb erlebt unser Stadtviertel in keiner Weise auffällig, sondern bewundert, wie schön wir es doch in der Stadt haben.

Mir ist wichtig, dass die Nicht-Oberreuter ein Bild von dem Oberreut erleben, welches wir so schätzen. Denn mittlerweile heißt es ja: Wer sich des Lebens freut, zieht nach Oberreut!

Raymond und Trinity Ogbeide

Raymond Ogbeide: Ich bin Vater von fünf Kindern und lebe seit 2011 mit meiner Familie in Oberreut. Wir fühlen uns sehr wohl hier, letztes Jahr sind wir innerhalb des Stadtteils in eine neue Wohnung umgezogen. Ich bin vor zwanzig Jahren aus Nigeria nach Deutschland gekommen. Vor 14 Jahren haben meine Frau und ich geheiratet. Zuerst haben wir in Ludwigsburg gewohnt. Durch den Umzug der Firma, in der ich gearbeitet habe, sind wir in Karlsruhe gelandet. Von Beruf bin ich Informatiker. In England habe ich vier Jahre lang Software-Entwicklung studiert, dort habe ich auch meine erste Gemeinde gegründet.

Menschen aus Oberreut: Raymond und Trinity Ogbeide

In meiner Freizeit engagiere ich mich für die afrikanische Gemeinde als leitender Pastor des Christ Empowerment Ministry Oberreut. Wir feiern jeden Sonntagnachmittag Gottesdienst im ökumenischen Gemeindezentrum Oberreut. Manchmal haben wir 80 Gottesdienstbesucher*innen, die nicht nur aus Karlsruhe, sondern auch aus Bruchsal oder Bretten, manchmal sogar bis aus München kommen. Nicht nur Afrikaner*innen, auch Deutsche nehmen an unseren Veranstaltungen teil. Gemeindearbeit bedeutet für mich vor allem auch soziale Arbeit, in diesem Jahr wollen wir unsere Aktivitäten noch einmal ausbauen und uns besser mit anderen Gruppen und Vereinen in Oberreut vernetzen.

Trinity Ogbeide: Ich heiße Trinity, geboren bin ich in Ludwigsburg. Meine drei jüngeren Geschwister sind alle in Karlsruhe geboren. Ich bin zwölf Jahre alt und gehe in die 7. Klasse. Die Grundschule und den Kindergarten habe ich in Oberreut besucht, seit der 5. Klasse bin ich auf dem Lessing-Gymnasium in der Weststadt. In Oberreut gibt es viele Spielplätze und Angebote für Kinder und Jugendliche. Ich verbringe gerne meine Freizeit hier, auch Klavierspielen gehört für mich dazu.

Ingrid Zirke

Geboren bin ich in einem Dorf bei Schytomyr in der Ukraine am 3. Mai 1936. Meine Eltern hatten fünf Kinder. Bis 1943 lebten wir in der Ukraine, seit 1941 unter deutscher Besatzung. Als die Wiedereroberung der Gebiete durch die sowjetische Armee bevorstand, fuhren wir mit Pferdewagen los bis in Städte, von wo wir mit Zügen weiterkamen. Nach Zwischenstationen in Litzmannstadt und Deutsch-Krone landeten wir in Mecklenburg bei Schwerin. Papa wurde dort am 16. Januar 1947 verhaftet, bekam 10 Jahre und wurde bis Ost-Sibirien (Aldan) verbracht. Im Oktober 1948 wurde auch der Rest der Familie verhaftet. Wir kamen nach Kamensk, bei unserer Ankunft gab es 42 Grad Frost. Mama musste arbeiten, wir Kinder mussten erst in der Schule Russisch lernen. 1953 kam Papa aus dem Gefängnis. 1956 wurde uns allen das Gewahrsam erlassen. Danach lebten wir weiter in Kamensk, insgesamt fast 30 Jahre.

Menschen aus Oberreut: Ingrid Zirke

Seit 1974 versuchten wir, nach Deutschland auszureisen, 1978 klappte es dann. Wir kamen erst ins Grenzdurchgangslager Friedland. Da der Bruder meines Mannes schon in Karlsruhe lebte, wollte mein Mann auch hierher kommen. Zunächst haben wir eine Wohnung in der Heidenstückersiedlung bezogen. Ich arbeitete seit 1979 bis zur Rente bei der Badischen Beamtenbank in der Küche. Im Ruhestand haben wir 2002 in Oberreut eine Wohnung gekauft und sind hierher gezogen.

In Oberreut gefällt es mir sehr gut, ich glaube, es ist der schönste Stadtteil Karlsruhes. Es wird immer gepflegt überall, man hat eine gute Verbindung in die Stadt mit Bus und Bahn und auch Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Mein Mann spielte im Posaunenchor und war bei der Eröffnungsfeier der Kirche dabei. Ich bin einmal im Monat beim Seniorenkreis und singe mit beim Russlanddeutschen Chor. Es sind nun schon über 40 Jahre, dass wir hier sind, haben vieles erlebt. Die drei Kinder sind verheiratet, wir haben Enkel und Urenkel bekommen. Eine Tochter lebt ebenfalls in Oberreut. Auch traurige Jahre habe ich erlebt. Mein Mann und seine zwei Brüder sind gestorben.

Marcel Roesel

Geboren bin ich am 4. August 2002 in der Marienklinik in Karlsruhe. Meine Großeltern sind schon 1969 nach Oberreut gezogen. Meine Mutter und meine Tante sind in Oberreut groß geworden. Da meine Mutter und meine Tante nicht aus Oberreut wegziehen wollten, sind auch meine Schwester und ich genauso wie meine Nichte und mein Neffe in Oberreut groß geworden, die Familie bleibt also eng zusammen.

Meine Erfahrungen, die ich in Oberreut gemacht habe, sind vielfältig. Als kleines Kind war ich in der Krabbelgruppe, später im Kindergarten Villa Regenbogen. Als Grundschüler kam ich in die Anne-Frank-Schule und danach in die Sophie-Scholl-Realschule. Momentan mache ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration.

Menschen aus Oberreut: Marcel Roesel

Als Kind habe ich meine Freizeit meistens in der Waldlage und im Garten meines Opas an der Pulverhausstraße verbracht, mein Opa war jahrelang Vorstand des Kleingartenvereins. Früher gab es auch noch in der Waldlage verschiedene Läden, wo ich gerne einkaufen gegangen bin (Plus, Schlecker, Bäcker, Ein-Euro-Laden und einen Strickladen). Aber inzwischen wurden die Einkaufsmöglichkeiten ins Zentrum und ins Neubaugebiet verlagert. Als Kind war die Feldlage für mich eher unbekannt, aber mir ist sofort aufgefallen, dass diese modernen Baugebiete sehr unübersichtlich und eng bebaut sind. In meinen Augen ist das nicht schön, und wahrscheinlich liegt darin auch der Grund für das schlechte Bild von Oberreut.

Wichtig ist mir, dass die Natur und die Gärten in Oberreut erhalten bleiben. Früher war Oberreut viel grüner und der gesamte Wald war sehr dicht. Weil infolge der Hitzeschäden Bäume gefällt werden und viel gebaut wird, geht das alles etwas zurück.

Ich wohne seit 18 Jahren in derselben Wohnung und könnte es mir kaum vorstellen, woanders zu wohnen. Für die Zukunft ist mir wichtig, dass das Zentrum in der Waldlage wieder aktiviert wird, damit es wieder ordentlich aussieht und dort wieder Läden geöffnet sind. Das Image von Oberreut sollte sich dadurch endlich bessern.

Meral Özmen

1956 bin ich in der Türkei geboren. Mein Vater ist 1970 nach Deutschland gekommen, 1971 hat er meine Mutter, mich und die kleine Schwester nachgeholt. Meine ältere Schwester und mein Bruder sind in der Türkei geblieben, damit sie dort weiterhin das Gymnasium besuchen konnten.

Zuerst haben wir als Familie in Hannover gelebt, 1973 sind wir nach Karlsruhe gekommen, unsere erste Wohnung hatten wir in der Durlacher Straße. Die erste Zeit in Deutschland war für mich sehr schwer: Getrennt von meinen Schwestern und meinen Freunden, in einem fremden Land, einer fremden Kultur. Und das Schlimmste: Mir fehlte die Sprache! Ich habe damals kein Wort deutsch gesprochen und hatte große Sehnsucht nach der Türkei. Bis heute bin ich oft das "Deutschkind", wenn ich meine Familie in der Türkei besuche, hier gelte ich als "Ausländerin".

Menschen aus Oberreut: Meral Özmen

Meine Mutter ging mit der jüngeren Schwester später wieder in die Türkei zurück. Ich habe 1981 in Karlsruhe geheiratet. Durch meinen Mann, der ebenfalls Türke ist, hat sich mein Verhältnis zu Deutschland verändert. Mit meinem Mann und unseren zwei Söhnen habe ich zunächst in einer Altbauwohnung in der Hirschstraße gewohnt. Als mein Sohn Asthma bekommen hat, bin ich mit meiner Familie 1997 nach Oberreut gezogen. Zuerst haben wir in der Albert-Braun-Straße im 13. Stock gewohnt, dort wollte sonst niemand einziehen - ich fand die Aussicht toll! Als das Haus 2009 renoviert wurde, sind wir in die Eugen-Geck-Straße umgezogen, obwohl ich da vorher nie hinwollte!

Oberreut ist vor allem für Kinder wunderbar, mein jüngerer Sohn hat von morgens bis abends draußen gespielt. In den letzten zwanzig Jahren hat sich Oberreut sicher zum Besseren verändert. Die unterschiedlichen Gruppen vermischen sich und ich habe mich immer gefreut, dass die Freunde meiner Söhne aus allen möglichen Kulturkreisen kommen.

Das Leben in Oberreut ist angenehm, das Grüne ist besonders schön, die öffentlichen Verkehrsverbindungen sind sehr gut. Wir leben gerne hier!

Rosemarie Heimann, geb. Laible

Am 12. August 1944 bin ich in der Karlsruher Altstadt, Durlacher Straße 14 (heute "Am Künstlerhaus"), geboren. Aufgewachsen bin ich zusammen mit sechs Schwestern in der Durlacher Straße 91. Nach meiner Heirat am 19. Oktober 1962 habe ich mit meinem Mann in der Durlacher Straße 50 gewohnt. Auch meine beiden Kinder sind noch im Dörfle geboren.

Im Zuge der Altstadtsanierung bin ich am 1. November 1968 mit meiner Familie nach Oberreut in die Rudolf-Breitscheid-Straße gezogen. Von 62 Mark im Dörfle stieg die Miete auf über 200 Mark für die neue Wohnung. Auch fünf meiner Schwestern gingen damals mit nach Oberreut. Mir hat es hier gleich gefallen, der Komfort war einfach ein anderer als im Dörfle, wo wir weder Bad noch Toilette noch Warmwasser in der Wohnung hatten. Für andere, wie beispielsweise meine Schwiegermutter, war der Umzug allerdings furchtbar.

Menschen aus Oberreut: Rosemarie Heimann, geb. Laible

Der Zusammenhalt der Leute im Dörfle war immer sehr stark, auch in Oberreut hielten die ehemaligen Dörflesbewohnerinnen und -bewohner zusammen. Leider haben sich im neuen Stadtteil auch manche Vorurteile gehalten. Ein früherer Bürgervereinsvorstand schrieb einmal, Oberreut sei deshalb so verrufen, weil viele aus der Altstadt hergekommen seien.

Dass Läden und Infrastruktur im Laufe der Zeit immer stärker weg von der Waldlage in Richtung Badeniaplatz verlagert wurden, gefällt mir nicht. Sehr wichtig ist mir, dass wir einen eigenen Friedhof im Stadtteil haben.
Viele Jahre habe ich hier im Konsum gearbeitet und kenne daher viele Oberreuterinnen und Oberreuter, die alten Bekanntschaften aus dem Dörfle sind mir aber immer am wichtigsten geblieben.

Seit über 51 Jahren lebe ich jetzt in der gleichen Wohnung, mein Schwager wohnt im gleichen Haus. Das Gebäude war eines der drei ersten in Oberreut, die Ende 1964 bezugsfertig waren.

Auch meine Familie, die Kinder, Enkelkinder und inzwischen zwei Urenkelkinder, wohnen gerne im schönen Oberreut.

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