Durlacher Blatt vom 2. Mai 2025
Pressebericht über das Pfinzgaumuseum
Pfinzgaumuseum erfreut sich großer Beliebtheit
Interesse und Besucherzahlen sind stabil
(sfe.) Über 10.000 Besucherinnen und Besucher nutzten im Jahr 2024 die Angebote des Durlacher Pfinzgaumuseums. An durchschnittlich 2,5 Wochentagen standen die Museumstüren in der Karlsburg für interessierte Einzelpersonen und Besuchergruppen offen. "Auch das Jahr 2024 war ein erfolgreiches Museumsjahr", resümiert Ferdinand Leikam. In seinem Jahresbericht vor dem Durlacher Ortschaftsrat ließ der Museumsdirektor die Veranstaltungen des zurückliegenden Jahres Revue passieren. Nicht nur die Dauerausstellung, sondern auch die vier Sonderausstellungen fanden einen großen Besucherzuspruch. Die bereits im Jahr 2023 eröffnete Sonderausstellung "Aufgetischt! 300 Jahre Durlacher Fayencen" wurde bis in den Januar 2024 verlängert. Die Ausstellung "100 Schenkungen aus 100 Jahren Pfinzgaumuseum" wurde von März bis Oktober 2024 gezeigt. Die Präsentation demonstrierte die anhaltende Verbundenheit der Durlacher Bürgerinnen und Bürger mit dem Stadtteilmuseum. Ab November 2024 wurden die Bilder des Durlacher Fotografen Walter Schnebele gezeigt. Unter dem Titel "Mit Gespür für den Moment" waren vorwiegend Durlacher Motive zu sehen. Sowohl Alltagsszenen, als auch heimatliche Veranstaltungen, vor dem Hintergrund bekannter Gebäude der Altstadt, standen im Fokus der Fotografen. In den Adventswochen erfreuten die Modelleisenbahnen die Besucher. An den ersten drei Adventwochenenden stand die Karlsburg unter dem Motto: "Achtung, Zugdurchfahrt! - Spielzeugeisenbahnen in Betrieb.
Neuzeitliche Vermittlungsformate
Das Angebot des Pfinzgaumuseums erstreckte sich nicht nur auf die stationären Ausstellungen. Auch die Social Media-Kanäle weckten im Jahr 2024 das Interesse am Pfinzgaumuseum. Bei den Auftritten auf Facebook und Instagram wurden vielfältige Inhalte zu den laufenden Veranstaltungen gepostet. Emotional und sportlich ist es bei dem Workshop "Tanzen bis der Leibarzt kommt" zugegangen. Dabei sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Tänze der Barockzeit eingeführt worden und konnten die historischen Tanzschritte direkt ausprobieren. Im Audioguide zur Sonderausstellung "Durlach x 100" hatte die Kabarettistin Cordula Möhringer - bekannt als Fräulein Susi Knöpfle - einige ausgewählte Exponate auf charmant-freche Art kommentiert.
Kooperationen
Die bereits im Jahr 2023 begonnene Kooperationspartnerschaft mit dem Markgrafen-Gymnasium wurde fortgesetzt und 2024 erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der Zusammenarbeit hatten Schülerinnen und Schüler ein Escape-Spiel entwickelt, welches die Attraktivität des Museums bei Jugendlichen erhöht. Das Museum wird als Erlebnisort erfahrbar gemacht. Ab Sommer 2025 soll dieses Spiel allen interessierten Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung stehen. Auch für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen sind Angebote in der Planung. Unter dem Motto "Museum im Koffer" ist vom Pfinzgaumuseum ein Grobkonzept für Menschen entwickelt worden, die nicht mehr selbst das Museum besuchen können. Angesprochen werden mobilitätseingeschränkte Personen mit einer Geh- oder Sehbehinderung sowie Demenzerkrankte. Das Format wird 2025 fertiggestellt, und kann dann von interessierten Pflegeeinrichtungen genutzt werden. Speziell dieses Angebot wurde von den Ortschaftsräten als besonders förderungswürdig beurteilt.
Quelle: Durlacher Blatt | 2. Mai 2025