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Grabmale in der Gruftenhalle

Planausschnitt der Gruftenhalle auf dem Alten Friedhof

Grabmal Wilhelmine Sofie und Wilhelm von Stetten

Epitaph mit neogotischer Umrahmung aus gelbem Sandstein mit zwei Einlegeplatten, 170 x 60 x 28 cm

Inschrift der oberen Platte: 

Hier ruhen
die irdischen Reste der Wittwe
des Gr. bad. Kammerherrn u. Forstmeisters
Friedrich Freiherrn
von Stetten_Buchenbach
Wilhelmine Sofie geb. Kümmich
geb. zu Kandern den 22. Sept. 1793
gest. zu Karlsruhe den 9. Mai 1873.
Sanft ruhe deine Asche!
Gott war dein Trost, Jesus deine
Zuversicht. Du hast Glauben
Gehalten bis ans Ende,
der Dank und die Liebe der Deinen
folgen dir nach!

Inschrift der unteren Platte:

Hier ruht ferner
der Großh. Oberstlieutenant v. A. [vom Armeestab]
Wilhelm Freiherr
von Stetten_Buchenbach
geb. den 27 Juni 1814
gest. den 7 August 1880. 
Hinübergegangen zu seiner Ruhe
Verleihe ihm Gott den ewigen Frieden!
 

Wilhelmine Sofie Freifrau von Stetten-Buchenbach (1793-1873) war die Tochter des Oberbergrats Kümmich aus Kandern. 1812 heiratete sie Friedrich Wilhelm von Stetten-Buchenbach, badischer Kammerherr und Forstmeister, dessen Grab sich vor der Gruftenhalle befindet (siehe Grabmal 38). Das Grabmal ihrer Mutter Auguste Sophie Kümmich hat sich ebenfalls auf dem Alten Friedhof erhalten (siehe Grabmal 41)

Wilhelm Freiherr von Stetten-Buchenbach (1914-1880) war der Sohn von Wilhelmine Sofie und Friedrich von Stetten-Buchenbach. Er schlug die Offizierslaufbahn bei den badischen Dragonern ein, 1857 erhielt er das Ritterkreuzes des Ordens vom Zähringer Löwen verliehen. 1858 wurde er zum Oberstleutnant befördert und ins Kriegsministerium versetzt, 1860 ging er in den Ruhestand.

Leopoldine Stefanie von Stetten-Buchenbach (1813-1881) wurde laut Gruftenbuch ebenfalls in der Begräbnisstätte beigesetzt. Sie war die Tochter von Friedrich und Schwester von Wilhelm. Ein Grabdenkmal für sie hat sich nicht erhalten.

Die Freiherren von Stetten sind ein bis ins Mittelalter zurückreichendes Adelsgeschlecht, das im 18. und 19. Jahrhundert auch in badischen Diensten stand. Ihr Stammsitz befand sich mit dem Schloss Stetten und der Burg Buchenbach (heute in bzw. bei Künzelsau) in Württemberg. 
 

Quellen und Literatur

Wikipedia-Artikel „Stetten (Adelsgeschlecht)“, online unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stetten_(Adelsgeschlecht) (zur Familiengeschichte)

Friedrich Cast: Historisches und genealogisches Adelsbuch des Grossherzogthums Baden, Stuttgart 1845, S. 311-316, online unter: https://mdz-nbn-resolving.de/details:bsb10428039

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 242.

Der Landbote vom 20. November 1858 (Beförderung, Kriegsministerium) 

Karlsruher Zeitung vom 29. Juni 1860 (Ruhestand)

Karlsruher Zeitung vom 20. März 1837 (zu Vater Kümmich)

Grabmal Bertha Hüttenschmidt

Epitaph aus gelbem Sandstein mit neogotischer Umrahmung und Einlegeplatten, 170 x 60 x 28 cm.

Inschrift der oberen Platte: 

*
Hier ruht
Bertha
Hüttenschmidt
geborene Schippel
gest. den 2ten März
1875

Die untere Platte ohne Inschrift. Unten am Sockel rechts:

Klammer. 
 

Bertha Hüttenschmidt, geb. Schippel (8. Juli 1816 - 2. März 1875) war die Tochter des großherzoglichen Domänendirektors Andreas Schippel aus Karlsruhe. Sie heiratete am 8. Juni 1836 in Staffort den dort lebenden Förster Friedrich Hüttenschmidt (1806-1864), 1862 Bezirksförster a. D.. Das Ehepaar lebte seit den 1850er Jahren in Baden-Baden, wo beide auch starben.

Der Name Klammer unten am Grabmal bezieht sich auf den Steinhauerbetrieb L. Klammer Witwe & Sohn, Waldhornstraße 53, für den 1874 die Herstellung von Grabsteinen bezeugt ist. Sie war die Witwe des Steinhauers Lorenz Klammer, der 1855 starb. Der Sohn Rudolph wird 1877/78 mit eigenem Betrieb beim neuen Friedhof genannt (siehe auch Grabmal 10 und Grabmal 17).

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 251.

Adreßbuch für die Großherzogliche Stadt Baden. Siebenzehnter Jahrgang - 1859. Baden-Baden 1859.

Zum Steinhauerbetrieb Klammer: Anzeige des Betriebs im Karlsruher Tagblatt vom 11. April 1874; Karlsruher Tagblatt vom 12. Juni 1877 und vom 20. Januar 1878.

Grabmal Melchior Ritzhaupt

Marmorwandplatte mit neogotischer Spitzbogenumrahmung, 200 x 100 cm

Inschrift:

Melchior Ritzhaupt

geb. d. 20ten Juni 1812

gest. d. 17ten Mai 1855  

Johann Melchior Ritzhaupt (20. Juni 1812 – 17. Mai 1855) wurde in Weingarten als Sohn des gleichnamigen Bäckers und Kronenwirts und seiner Frau Katharina, geb. Spitz geboren. Der Kaufmann heiratete 1850 in Karlsruhe die 1820 geborene Luise Muntz. Die gemeinsame Tochter Luise Emilie wurde 1851 in Lyon geboren.

Melchior Ritzhaupt erscheint nicht in den Karlsruher Adressbüchern, seine Witwe wird erstmals im Adressbuch 1856, also nach seinem Tod, erwähnt. Vermutlich ist sie nach seinem Tod in ihre Heimatstadt zurückgezogen und hat ihren Mann deshalb auch in Karlsruhe beerdigen lassen.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 197.

Heiratsbuch des Standesamts Karlsruhe 1876, Nr. 97 (Stadtarchiv Karlsruhe 3/B A/II/007) (zu Luise Emilie Ritzhaupt)

Die heutige Marmorplatte von Carl Friedrich und Friederike Sophie Nebenius
Die erste Grabplatte von Carl Friedrich und Friederike Sophie Nebenius
Der leere Rahmen der ersten Grabplatte von Carl Friedrich und Friederike Sophie Nebenius

Kleine weiße Marmorplatte mit Sandsteineinrahmung, 80 x 50 cm

Die Platte ist nicht die Originalplatte von 1857. Die alte schwarze Platte existierte noch 1934. 1983 war nur noch der leere Rahmen vorhanden. Die Inschrift der daraufhin neu angefertigten weißen Platte folgt dem Texteintrag zum Nebenius-Grabmal im "Verzeichnis der im Bereich des Lutherplatzes noch vorhandenen Grabmale" (1959). Dort waren die gekürzten Vornamen von Nebenius (C. F. E.) falsch aufgenommen worden (O. F. M.). Sie wurden dann entsprechend falsch auf der neuen Tafel wiedergegeben.

Inschrift der Marmorplatte:

O. F. M. Nebenius
Großh. Geh. Rat
geb. 29. Sept. 1784 gest. 8. Juni 1857
dessen Gattin
F. S. Nebenius
geb. Sommerschuh
geb. 21. Dez. 1797 gest. 5. März 1867

Carl Friedrich Nebenius (29. September 1784 - 8. Juni 1857) besuchte das Gymnasium in Karlsruhe und studierte Jura und Finanzwirtschaft in Tübingen. Danach war er in der badischen Verwaltung tätig, im Finanz- und im Innenministerium. 1830 wurde er Direktor des Innenministeriums, 1838 Innenminister.

Nebenius war der Schöpfer der Badischen Verfassung von 1818. Seit 1830 betrieb er den Beitritt Badens zur Zollunion, die Reorganisation der polytechnischen Schule, den Bau der Eisenbahn von Mannheim nach Basel und des Freihafens in Mannheim.

Friederike Sophie Nebenius, geb. Sommerschuh (21. Dezember 1797 - 5. März 1867), seine Ehefrau, war die Tochter des Karlsruher Stadtapothekers Friedrich Sommerschuh.

Carl Friedrich Nebenius (1784 - 1857)

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biographien, Karlsruhe 2011, S. 201-203.

Klaus-Jürgen Matz: Artikel "Nebenius, Carl Friedrich", in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), online unter: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11690254X.html#ndbcontent

Manfred Koch: Carl Friedrich Nebenius (1784-1857), in: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge. Band 5 (2008-2013), S. 256 f., online unter: https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/blick-in-die-geschichte/ausgaben/blick-100/nebenius

Stadtarchiv Karlsruhe 7/Nl Gantert, Nr. 26, WK 90/6 (Fotos der alten Tafel und des leeren Rahmens 1983).

Grabmal Christoph Kiefer

Platte mit Rundbogen auf Sockel, roter Sandstein, 120 x 60 cm

Inschrift:

+
Hier ruhet
Christoph Kiefer
geb: den 14. Jan: 1777,
gest: den 21. Juli 1852.

Christoph Kiefer (14. Januar 1777 - 21. Juli 1852) heiratete nach dem Tod seiner ersten Ehefrau Sophie, geb. Wichtermann am 16. Juni 1816 Anna Marie Dürr. Der Metzgermeister wird in den Adressbüchern ab 1833 als Rentier oder Partikulier bezeichnet, übte also seinen Beruf nicht mehr aus.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 189 (der Eintrag im Gruftenbuch).

Karlsruher Adressbücher ab 1826.

Großherzoglich-Badische Staatszeitung vom 6. August 1813 (Nennung erste Ehefrau).

Karlsruher Intelligenz- und Wochen-Blatt vom 22. Juni 1816 (Zweite Heirat).

Grabmal Franz Xaver August und Maria Antonia von Roggenbach

Epitaph mit gotischer Bekrönung aus Muschelkalk, 240 x 100 cm. Oben sind Militärinsignien und das Familienwappen aus Marmor aufgebracht.

Darunter drei Inschriften übereinander:

Franz Xaver August
Freiherr von Roggenbach
Großh: Bad: Generallieutenant
Präsident des Kriegs-Ministeriums
Ritter des Großh: Karl Friedrich
Militär Verdienst-Ordens
Kommandeur I. Kl. d. Zähringer Löwenordens
Malth. Ritter des Groß Priorates Heitersheim
Inhaber m. a. h. Orden.
Geb. in Schopfheim den 20. Februar 1798
gest. in Karlsruhe den 7. April 1854
R. I. P.

 

Unter diesem Denkmale der Liebe, dem treuen Gatten errichtet
……………………………………………………………in Gott
Antonia Freifrau von Roggenbach
Geb. Freiin von Andlaw Birsek
Oberhofmeisterin I. K. H. der Großherzogin Luise von Baden.
Geboren 25 September 1800 gestorben 28 August 1866

 

Ein frommer Krieger, treu seinem Fürsten,
in früher Jugend schon tapfer im Felde
Weise pflegend, was kräftig neu er schuf
Bis zum Grabe von erfolgreichem Wirken
Seltener Uneigennutzigkeit, edler Selbstverläugnung
Aufopfernder Vaterlandsliebe einfach u. rein in Sitten
Ein treuer Freund …………….. u. geliebter Gatte:
Ein ächter deutscher Biedermann!

Franz Xaver August Freiherr von Roggenbach (20. Februar 1798 - 7. April 1854) war badischer Generalleutnant und Kriegsminister. Er wurde im badischen Schopfheim als Sohn des Kreisdirektors Adam Xaver von Roggenbach geboren. Bereits als Kind wurde er 1803 in den Malteserorden aufgenommen, worauf auch auf dem Epitaph hingewiesen wird. Das Großpriorat Heitersheim des Malteserordens wurde allerdings bereits 1806 säkularisiert und ging im Großherzogtum Baden auf. Roggenbach schlug die Militärlaufbahn in der badischen Armee ein. In der Badischen Revolution 1849 begleitete er Großherzog Leopold auf seiner Flucht vor den Revolutionären nach Germersheim. Nach der Niederschlagung der Revolution wurde er badischer Kriegsminister und reorganisierte die badische Armee, war aber auch höchste Instanz für die Kriegsgerichtsverfahren gegen die Revolutionäre.

Maria Antonia Freifrau von Roggenbach (25. September 1800 - 28. August 1866) war die Tochter von Conrad Carl Friedrich Freiherr von und zu Andlau-Birseck, badischer Staatsminister und Hofrichter in Freiburg. Sie heiratete 1825 in Freiburg Franz Xaver August von Roggenbach. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie 1856 zur Oberhofmeisterin der Großherzogin Luise ernannt.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 194-197.

L. Löhlein: Franz Xaver August Freiherr von Roggenbach, in: Badische Biographien. Zweiter Theil, Heidelberg 1875, S. 193-195, online unter: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-226485

Wikipedia-Artikel "August von Roggenbach", online unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Roggenbach (dort weitere Literatur)

Grabmal Dorothea Weiß

Platte auf Sockel, Marmor, 160 x 80 x 20 cm

Inschrift:

DOROTHEA WEIS
geboren
am 4 Februar 1802,
gestorben am 1 April 1850.

Der Staub muß wieder
zur Erde kommen,
wie er gewesen ist,
und der Geist wieder
zu Gott der ihn
gegeben hat.
Pred:. Sal:12,7.

Dorothea Weiß (4. Februar 1802 - 1. April 1850), Tochter des Amtsaktuars Friedrich Weiß in Bruchsal, war die Geliebte von Markgraf Maximilian von Baden (1796-1882), mit dem sie die gemeinsame Tochter Ernestine hatte, die 1843 in den Adelsstand einer Gräfin von Neuenfels erhoben wurde. Maximilian kam für die Unterkunft und den Lebensunterhalt von Dorothea und Ernestine auf und kaufte auch die Gruft für Dorothea Weiß auf dem Alten Friedhof.

Ihre Tochter Ernestine heiratete 1856 den Herzog von Bevilacqua, starb aber bereits 1858 nach der Todgeburt ihres Sohnes, der mit ihr zusammen in der Gruftenhalle beigesetzt wurde. Ihr Grabmal ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen. Auch ihre Gruft hatte Markgraf Maximilian von Baden gekauft.
 

Quellen und Literatur

Peter Pretsch: Grabstein und Portrait der Geliebten eines Markgrafen, in: Blick in die Geschichte Nr. 132 vom 17. September 2021, online unter: https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/blick-in-die-geschichte/blick-132/blickpunkt

Peter Pretsch: Ernestine und Wilhelm von Bevilacqua. Die tragische Geschichte einer badisch-italienischen Verbindung in der Zeit des Risorgimento, in: Blick in die Geschichte Nr. 129 vom 18. Dezember 2020, online unter: https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/blick-in-die-geschichte/ausgaben/blick-129/bevilacqua

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 182, 204.

Grabmal Luise und Ernst Friedrich Kärcher

Kreuz auf Sockel, weißer Sandstein, 200 x 75 cm

Inschrift Kreuz:

Luise Kaercher
geb:
Wielandt.

Geheimer Hofrath Dr
Ernst Kaercher.


Inschrift Sockel:

Nicht hier ruhst Du,
Du ruhst lebendig im Herzen
der Deinen.

Luise Kärcher (17. November 1796 - 15. März 1848) wurde in Durlach als Tochter des Hauptmanns Georg Wielandt geboren. Sie heiratete am 15. Februar 1818 Ernst Friedrich Kärcher.

Ernst Friedrich Kärcher (4. August 1789 - 12. April 1855) wurde in Ichenheim (bei Offenburg) als Sohn eines Arztes geboren. Er studierte von 1807 bis 1810 Theologie in Heidelberg und beschäftigte sich dort auch mit der Philologie. Nach mehreren kürzeren beruflichen Stationen unterrichtete er ab 1815 am Pädagogium in Durlach und ab 1819 am Lyceum (Gymnasium) in Karlsruhe, dessen Direktor er 1837 wurde. Er führte den Titel Hofrat. Neben sprachwissenschaftlichen Studien stammt von ihm auch ein Lateinisch-Deutsches Handwörterbuch (1842). Der Altphilologe nahm auch überregional Einfluss und sorgte unter anderem für die Aufnahme des Turnunterrichts in den Lehrplan der Gymnasien in Baden.

Ernst Friedrich Kärcher (1789 - 1855)

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 178-181.

Gockel: Ernst Friedrich Kärcher. Ein Lebensbild. Beigabe zum Herbstprogramme des Karlsruher Lyceums 1855, Karlsruhe 1855.

Friedrich von Weech: Artikel "Kärcher, Ernst Friedrich", in: Allgemeine Deutsche Biographie 15 (1882), S. 118 f., online unter: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116024194.html#adbcontent

Wikipedia-Artikel "Ernst Friedrich Kärcher", online unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Friedrich_K%C3%A4rcher

Grabmal Karl Friedrich Rink

Sockel für (nicht mehr vorhandene) Büste, Granit, 130 x 35 x 35 cm

Inschrift:

CARL FRIEDRICH
RINK,
Grossherzogl. Bad.
Geheimerath.
Geboren
den 21 November 1786;
gestorben
den 27 November 1851.

Karl Friedrich Rink (21. November 1786 - 27. November 1851), geboren in Langenalben bei Pforzheim als Sohn des Pfarrers Christoph Friedrich Rink. Er studierte in Heidelberg Theologie und Philologie und war ab 1810 als Privatlehrer, ab 1818 als Bibliothekar an der Hofbibliothek in Karlsruhe und von 1832 bis 1841 als Erzieher der beiden ältesten Söhne Großherzog Leopolds, Ludwig und Friedrich tätig. Anschließend wurde er zum Geheimrat ernannt. Prinz Friedrich, der spätere Großherzog Friedrich I., kaufte die Gruft für Rink.

Quellen und Literatur

Wilhelm Friedrich Rinck: Dr. Karl Friedrich Rinck, in: Neuer Nekrolog der Deutschen 29 (1851), Erster Theil, Weimar 1853, S. 1168-1178, online unter: http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/6051522/ft/bsb10070892?page=1224

Friedrich von Weech: Karl Friedrich Rinck, in: Badische Biographien. Zweiter Theil, Heidelberg 1875, S. 186 f., online unter: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-226485

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 187 f.

Grabmal Sigismund Freiherr von Reitzenstein

Sockel aus weißem Marmor, 160 x 38 x 20 cm

Inschrift:

HIER RUHET
SIGMUND
FREIHERR VON REIZENSTEIN
GROSH. BAD.
STAATS- UND CABINETS-MINISTER
GEB. D. 3. FEBR. 1766.
GEST. D. 5. MÄRZ 1847.
-------------------------
GROSHERZOG LEOPOLD
SEINEM, SEINES HAUSES
UND DES VATERLANDES
RATH UND FREUND.
---------------------------

Inschrift unten am Sockel rechts:

Klammer

Die ursprünglich aufgesetzte Marmorbüste Reitzensteins (58 x 29,5 x 23 cm) von Othmar Balbach aus dem Jahr 1848 wurde 1947 restauriert und befindet sich heute im Depot des Stadtmuseums.Die ursprünglich aufgesetzte Marmorbüste Reitzensteins (58 x 29,5 x 23 cm) von Othmar Balbach aus dem Jahr 1848 wurde 1947 restauriert und befindet sich heute im Depot des Stadtmuseums.

Sigismund Freiherr von Reitzenstein (3. Februar 1766 - 5. März 1847) entstammte einer fränkischen Adels- und Offiziersfamilie. Er studierte Jura und Kameralistik (Staatsverwaltung) in Göttingen und Erlangen. 1788 trat er in den badischen Staatsdienst ein und machte rasch Karriere. 1797 bis 1803 war er badischer Gesandter in Paris und konnte von Napoleon eine beträchtliche Erweiterung des badischen Staatsgebiets und die Erhebung der Markgrafschaft zum Kurfürstentum 1803 und schließlich zum Großherzogtum 1806 erreichen. 1809 konnte er mit seinem Organisationsedikt die zentralistische Neuorganisation der badischen Staatsverwaltung abschließen.
1813 vermittelte von Reitzenstein den Beitritt zur Allianz gegen Napoleon und 1818 die Annahme der Badischen Verfassung. Mehrmals leitete er das badische Staatsministerium, letztmals 1832 bis 1842. Am 8. März 1847 wurde von Reitzenstein im Rahmen eines Staatsbegräbnisses in einer Gruft beerdigt, die Großherzog Leopold gekauft hatte.

Der Name Klammer bezieht sich auf den Steinhauerbetrieb des Lorenz Klammer, damals in der Waldhornstraße 64 (siehe auch Grabmal 2 und Grabmal 17).

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 176 f.

Hansmartin Schwarzmaier: Artikel "Reitzenstein, Sig(is)mund Karl Johann Freiherr von", in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 404 f., online unter: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119059630.html#ndbcontent

Katja Förster: Sigismund von Reitzenstein, in: Karlsruher Stadtlexikon, online unter: https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php/De:Lexikon:bio-0783

Hans Merkle: Der "Plus-Forderer". Der badische Staatsmann Sigismund von Reitzenstein und seine Zeit, Karlsruhe 2007.

Grabmal Wilhelmine und Ludwig von Kettner

Zwei gleichgestaltete Epitaphe mit Spitzbogen und gotischem Maßwerk auf Sockel, gelber Sandstein, jeweils 180 x 50 x 26 cm

Inschrift des Epitaphs links:

Hier ruht
Frau
Wilhelmine v. Kettner;
geborne Meier,
geboren den 30. Juli 1810,
gestorben den 31. Juli 1850.
------------------------------------
Der 13. Mai 1849 brach ihr Herz
------------------------------------
Im lichten Jenseits
fleht sie um Abwendung
drohender Gefahren
von dem Haupte ihrer Lieben

Inschrift des Epitaphs rechts:

Ludwig v. Kettner
Gr. Geheimer
Legationsrath
geb: den 12. April 1802.
-----------------------------------
Wiedervereint mit der
vorangegangenen geliebten
Gattin
den 1. November 1855.

Wilhelmine von Kettner (30. Juli 1810 - 31. Juli 1850), Tochter des Weinhändlers Carl Meier, heiratete am 3. Juni 1836 Ludwig von Kettner. Ob sich das auf dem Grabstein genannte Datum 13. Mai 1849 auf den Umsturz in Karlsruhe im Rahmen der Badischen Revolution und der Flucht des Großherzogs aus seiner Residenz bezieht oder aber auf einen privaten Schicksalsschlag, ist unklar.

Ludwig von Kettner (12. April 1802 - 1. November 1855) wurde als Sohn des badischen Oberforstdirektors Johann Franz von Kettner geboren. Gemeinsam mit seinem Bruder Franz war er Eigentümer der Grundherrschaft Reichartshausen. Kettner war als Legationsrat im Außenministerium tätig, unter anderem war er als Mitglied der Rheinkommission an den Grenzverhandlungen mit Bayern und Frankreich beteiligt. Er war Ritter der französischen Ehrenlegion.
 

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 184-186

Friedrich Cast: Süddeutscher Adelsheros. Zweite Section. Erster Band, Stuttgart 1845, S. 122, online unter: mdz-nbn-resolving.de/details:bsb10428039

Grabmal Christoph Burckhardt

Epitaph mit Rundbogen, Rotsandstein, 179 x 84 x 19 cm

Inschrift:

Hier ruht
Christoph Burkhardt
de Hans Georg Burkhardt
Geboren den 14. May 17.. (unleserlich, nach dem Sterbebucheintrag 1796)
zu Basel.
Gestorben den 24. Dec 1846
in Karlsruhe.

Christoph Burckhardt (14. Mai 1796 - 24. Dezember 1846), lediger Rentier, Sohn des Handelsmanns Hans Georg Burckhardt, stammte aus Basel. Möglicherweise gehörte er zur weitverzweigten Basler Patrizierfamilie Burckhardt.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 174.

Evangelische Gemeinde Karlsruhe, Standesbuch 1846, S. 231 (Sterbebucheintrag), GLA Karlsruhe 390, Nr. 1947, online unter: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1218808-100

Grabmal Charlotte Ernestine Salzer

Epitaph mit gotischem Spitzbogen, Rotsandstein, ca. 170 x 60 cm

Inschrift:

CHARLOTTE
ERNESTINE FRIEDERIKE
SALZER,
GEBOREN DEN 2. SEPT. 1791.
GESTORBEN DEN 17. FEB. 1847.

+

TREUE PFLEGERIN FÜRSTLICHER
KINDER,
DIE UNTER DEINER SORGE
AUFBLÜHTEN
ZUR WONNE IHRER
ELTERN,
ZUR HOFFNUNG DES
LANDES __
DIR NUN VERKLÄRTEN,
FOLGT AUCH ÜBER'S GRAB HINAUS
UNVERGÄNGLICHE DANKBARKEIT
NACH.

(Fehlstellen auf dem Stein wurden in Fettschrift ergänzt)

Charlotte Ernestine Salzer (2. September 1791 - 17. Februar 1847), war die Tochter des Oberrechnungsrats Karl Theodor Salzer und der Christine Charlotte, geb. Schmidt. Sie war von circa 1830 bis 1844 als Kinderfrau der Kinder von Großherzog Leopold tätig und lebte in diesen Jahren im Karlsruher Schloss.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe, Schüler recherchieren Biographien, Karlsruhe 2011, S. 175.

Adressbücher der Stadt Karlsruhe.

Hof- und Staats-Handbücher des Grossherzogthums Baden.

Karl August Ferdinand von Wechmar: Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichniß aller badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840, nebst Nachtrag bis 1845, Heidelberg 1846, S. 91, online unter: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-221399

Grabmal Familie Friedrich Sonntag

Schwarzer Sockel. Der Aufsatz mit Namensangaben fehlt, 106 x 133 x 33 cm

Inschrift des Sockels (Offenbarung Johannes 14, 13):

Selig sind die Todten die in dem
Herrn sterben von nun an; ja der Geist
spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit,
und ihre Werke folgen ihnen nach.

Die Namen der hier bestatteten Geschwister Sonntag sind im Gruftenbuch verzeichnet:
Friedrich Sonntag, geb. 14. Oktober 1790, gest. 18. Februar 1870
Wilhelmine Sonntag, gest. 16. April 1871
Louis Sonntag, gest. 9. Mai 1871 in Mainz
Karoline Auguste Sonntag, geb. 1799 in Pforzheim, gest. 26. Mai 1874

Der aus einer Pforzheimer Kaufmannsfamilie stammende Friedrich Sonntag kam 1822 nach Karlsruhe. Er war an mehreren Unternehmen beteiligt und betrieb mit seinem Teilhaber Nepomuk Spreng auch die erste Gasfabrik in Karlsruhe (heute Domizil des Sandkorn-Theaters) sowie weitere Gasfabriken in Mainz und anderen Städten. Sein Bruder Louis war ebenfalls als Kaufmann tätig. Die vier Geschwister lebten 1842 gemeinsam in einem Haus vor dem Ettlinger Tor.

Nach dem Tod ihrer ledigen beziehungsweise geschiedenen Geschwister gründete die ebenfalls ledige Karoline Auguste Sonntag 1871 auch im Namen ihrer verstorbenen Geschwister eine Stiftung zur Unterstützung bedürftiger Witwen und unverheirateter verwaister Töchter aus gebildeten Schichten mit einem Kapital von 50.000 Gulden. Bis zu ihrem Tod und aus ihrem Nachlass schenkte sie teilweise hohe Summen an verschiedene soziale Einrichtungen in Karlsruhe. Nach ihr wurden der Sonntagplatz und die Sonntagstraße in der Südweststadt benannt.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe, Schüler recherchieren Biographien, Karlsruhe 2011, S. 231.

Manfred Koch: Pioniere der Gasversorgung in Süddeutschland, in: Blick in die Geschichte Nr. 90 vom 18. März 2011.

René Gilbert: Sonntagsplatz, in: Karlsruher Stadtlexikon, online unter: https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php/De:Lexikon:top-2569

Friedrich von Weech: Karlsruhe. Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung. III. Band, Erste Hälfte. 1852-1874, Karlsruhe 1904, S. 353 (zur Stiftung). Online unter: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-17294

Grabmal August Hausrath

Epitaph aus Muschelkalk, 110 x 30 x 30 cm, Aufsatz mit Büste verloren

Inschrift:

August
Hausrath,
Grosh. Bad.
Hofdiaconus,
geb. 24. Juli 1806,
gest. 2. Febr. 1847.

Zeichen
der Liebe und
Dankbarkeit
seiner Freunde
und Verehrer.

August Hausrath (24. Juli 1806 - 2. Februar 1847), geboren in Hochstetten, wo sein Vater als Pfarrer wirkte, besuchte das Lyceum (Gymnasium) in Karlsruhe. Er studierte Theologie in Göttingen und Halle und arbeitete anschließend als Privatlehrer. Unter seinen Schülern war der spätere Chemiker Karl Weltzien. 1833 erhielt er eine Stelle als Hof- und Stadtvikar in Karlsruhe, später wurde er hier Hofdiakon. 1838 und 1843 erschienen zwei Sammlungen seiner Predigten im Druck.

August Hausrath (1806 - 1847)

Quellen und Literatur

Badische Biographien, herausgegeben von Friedrich von Weech. Erster Theil, Heidelberg 1875, S. 336-340. Online unter:
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-226474

Karlsruher Zeitung vom 9. Februar 1847 (ausführlicher Nachruf).

Christian Heinrich Friedrich Freiherr Gayling von Altheim, Franziska Auguste Wilhelmine Freifrau Gayling von Altheim, Christian Ludwig Heinrich Freiherr Gayling von Altheim, Juliane Freifrau Gayling von Altheim, Karl Ludwig Reinhard Freiherr Gayling von Altheim, Friedrich Wilhelm Freiherr Gayling von Altheim, Luise Freifrau Gayling von Altheim, Karl Friedrich Freiherr Gayling von Altheim

Familiengrab der Freiherren Gayling von Altheim

Nur noch der Sockel aus gelbem Sandstein vorhanden, 90 x 80 x 25 cm.
Aufsatz zerstört.

Inschrift:

Familien=Ruhestätte
der Freiherrn Gayling zu Altheim.

Unten rechts:

Nußberger

Das Familiengrab der Freiherren Gayling von Altheim wurde 1864 angelegt und nahm nach Aufhebung des Alten Friedhofs 1882 auch die sterblichen Überreste aller zuvor außerhalb der Gruftenhalle bestatteten Familienmitglieder auf. Nach Auskunft des Gruftenbuchs wurden folgende Familienmitglieder hier begraben:

Christian Heinrich Friedrich Freiherr Gayling von Altheim (11. Oktober 1743 - 13.  Januar 1812), badischer Finanzminister, Justizminister, zuletzt Staatsminister und seine Ehefrau Franziska Auguste Wilhelmine Freifrau Gayling von Altheim, geb. Freiin von Berstett (20. September 1750 - 30. Januar 1831).

Außerdem deren vier Söhne, teilweise mit ihren Ehefrauen:

Christian Ludwig Heinrich Freiherr Gayling von Altheim (4. Dezember 1774 - 2. November 1832), Offizier in österreichischen, russischen und badischen Diensten, zuletzt Oberhofmarschall und Kammerherr der Großherzogin Stephanie und seine Ehefrau Juliane Freifrau Gayling von Altheim, geb. Freiin von Saint-André (30. März 1789 - 1856).

Karl Ludwig Reinhard Freiherr Gayling von Altheim (16. April 1778 - 11. September 1822), Kämmerer und Hofmarschall. Zu seinem Sohn Christian Henne Gayling von Altheim siehe Grabmal 18.

Friedrich Wilhelm Freiherr Gayling von Altheim (1. September 1786 - 13. Oktober 1861), Offizier in badischen Diensten, 1850 Kommandeur der Festung Rastatt, zuletzt General der Kavallerie und seine Ehefrau Luise Freifrau Gayling von Altheim, geb. Breßle, gestorben 1864.

Karl Friedrich Freiherr Gayling von Altheim (2. Februar 1774 - 17. April 1807), russischer Oberstleutnant.


Zur Inschrift Nußberger:
1863 annoncierte der Steinhauer Karl Nußberger, Kriegsstraße und Kronenstraße 4 die Herstellung von Grabdenkmälern. Im Karlsruher Adressbuch 1882 wird der Betrieb in der Kriegsstraße 32a genannt.
 

Christian Heinrich Friedrich Gayling von Altheim (1743 - 1812)
Christian Ludwig Heinrich Gayling von Altheim (1774 - 1832)
Friedrich Wilhelm Freiherr Gayling von Altheim (1786 - 1861)

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 128-135, 218. (Einträge im Gruftenbuch zu den in der Gruftenhalle beerdigten Familienmitgliedern)

E. von der Becke-Klüchtzner: Stamm-Tafeln des Adels des Großherzogthums Baden. Ein neu bearbeitetes Adelsbuch, Baden-Baden 1886, S. 142-144.
https://doi.org/10.11588/diglit.3036#0142

Wikipedia-Artikel Christian Heinrich Gayling von Altheim, online unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Heinrich_Gayling_von_Altheim

Wikipedia-Artikel Wilhelm Gayling von Altheim, online unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Gayling_von_Altheim

Karlsruher Tagblatt vom 17. Mai 1863 (Annonce Nußberger)

Grabmal Johann Nicolaus Kamm

Marmoreinlegeplatte in Rotsandsteinrahmen, 40 x 60 cm

Inschrift:

Hier ruhet der Bürger und Particulier
Johann Nicolaus Kamm
geboren in Mannheim den 8. Juli 1793,
gestorben in Karlsruhe den 19. Februar 1864.
Friede seiner Asche!

Johann Nicolaus Kamm (8. Juli 1793 - 19. Februar 1864) war Bürstenmacher und übernahm im Oktober 1822 das Geschäft des verstorbenen Hofbürstenmachers Konrad Ziegel, dessen Witwe er heiratete. Er war in seinem Metier erfolgreich, denn ab 1840 wurde er in den Adressbüchern als Bürstenfabrikant bezeichnet. Bereits ab 1846 wird er wechselnd als Bürstenmacher und Partikulier bezeichnet, also als Person, die sich aus dem Geschäftsleben zurückgezogen hat und von ihren Ersparnissen lebt.

Grabmal Katharina Kamm

Stele aus gelbem Sandstein in neogotischer Gestaltung, 100 x 40 x 40 cm, Aufsatz mit Kreuz zerstört

Inschrift:

Hier ruht
Katharina
Kamm
geb. Winter
geb. den 5 Juli 1787,
gest. den 7. März 1847.
Friede ihrer Asche.

Unten rechts Inschrift:

Klammer

Katharina Kamm, geb. Winter (5. Juli 1787 - 7. März 1847), war in erster Ehe verheiratet mit dem Hofbürstenmacher Konrad Ziegler, nach dessen Tod ging sie eine zweite Ehe mit Johann Nicolaus Kamm ein.

Die sterblichen Überreste der Katharina Kamm und die Stele, die sich ursprünglich auf dem allgemeinen Gräberfeld befanden, wurden 1891 nach der Schließung des Friedhofs in die Gruft ihres Mannes in der Gruftenhalle transferiert.


Der Name Klammer unten am Grabmal bezieht sich auf den Steinhauerbetrieb Klammer. Der Steinhauer Lorenz Klammer starb 1855. Der Betrieb wurde fortgeführt als Klammer Witwe & Sohn, Waldhornstraße 53. Sein Sohn Rudolph Klammer (1851-1884) wird 1877/78 als Bildhauer mit eigenem Betrieb beim neuen Friedhof genannt (siehe auch Grabmal 2 und Grabmal 10).

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 208.

Karlsruher Intelligenz- und Wochen-Blatt 87 (31. Oktober 1822) (Geschäftsübernahme).

Standesamt Karlsruhe - Sterbebuch 1884 (Stadtarchiv Karlsruhe 3/B A III 23, Nr. 327) (Sterbeeintrag Bildhauer Rudolph Klammer).

Grabmal Christian Henne Freiherr Gayling von Altheim

Sockel aus weißem Sandstein ohne Inschrift mit Militäremblemen (zwei gekreuzte Schwerter über Helm), 100 x 80 x 20 cm, Aufsatz zerstört.

Christian Henne Freiherr Gayling von Altheim (29. Juni 1818 – 6. Dezember 1859), war der in Karlsruhe geborene Sohn von Karl Ludwig Reinhard Gayling von Altheim (zu diesem siehe Grabmal 16). Er war als Oberleutnant (3. Dragonerregiment) und Kämmerer in österreichischen Diensten tätig, 1847 heiratete er Cäcilie Freiin von Lotzbeck, mit der er zwei Töchter hatte.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 215.

E. von der Becke-Klüchtzner: Stamm-Tafeln des Adels des Großherzogthums Baden. Ein neu bearbeitetes Adelsbuch, Baden-Baden 1886, S. 144, online unter:
https://doi.org/10.11588/diglit.3036#0144

Aus dem Leben des Freiherrn Ludwig Christian Heinrich Gayling von Altheim, Großherzoglich badischen wirklichen Geheimen-Raths und Oberhofmarschalls, Großkreuzes, Commandeurs und Ritters hoher Orden &. &. Nach dessen hinterlassenen Papieren bearbeitet, Freiburg i. B. 1864, Beilage 8, online unter:
https://books.google.de/

Grabmal von Marie und Johann Nepomuk Hübsch

Epitaph aus weißem Marmor mit Sockel aus Syenit, oben Zierband mit Engel, Blüten und Rankenornamenten, 164 x 60 x 38 cm

Inschrift:

MARIE HUEPSCH
GEB. LAUER
GEB. 19 IULI 1838,
GEST. 11 AUGUST 1865
IOHANN NEP.
HUEPSCH,
GEB. 1 AUGUST,
GEST. 5 AUGUST 1865.

Marie Hübsch, geb. Lauer (19. Juli 1838 - 11. August 1865)
Marie Lauer heiratete 1864 den Ingenieur Eduard Hübsch, Bürger in Eibenschütz (Mähren), der von 1862 bis 1870 in den Karlsruher Adressbüchern verzeichnet ist. Sie starb im folgenden Jahr kurz nach der Geburt ihres Sohns Johann Nepomuk.

Johann Nepomuk Hübsch (1. - 5. August 1865)
Sohn von Marie und Eduard Hübsch, er starb wenige Tage nach seiner Geburt.

 

Das Grabmal befand sich außerhalb der Gruftenhalle und wurde erst nach 1959 hierher versetzt. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle die Gruft von Georg Fink, Partikulier aus Pforzheim, gest. 1862, dessen Grabmal verschollen ist.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 217. (nur zu Georg Fink)

Karlsruher Tagblatt vom 13. August 1865 (Tod Marie Hübsch und Taufe Johann Nepomuk, mit Angaben zum Vater)

Grabmal von Friedrich Adolf und Dorothea Heimbertine Klüber

Epitaph aus weißem Marmor auf Sockel. Oben in eingelassener Nische eine Kreuz und Kelch tragende Christusfigur, Künstlersignatur seitlich rechts der Figur: J. Ht., 230 x 85 x 25 cm

Unter der Nische Sinnspruch:

Die Todten ruhen _ wie heilig ist die Stätte wo sie
schlafen; auf dem Gottesacker ruhet immer des
Herrn Sabath.


Inschrift auf dem Sockel:

Hier ruht
Friedrich Adolf Klüber
Großherzoglich badischer Staatsminister des
großherzoglichen Hauses u. der auswärtigen Angelegenheiten
geb. zu Erlangen den 13. Februar 1793,
gest. zu Karlsruhe den 5. März 1858
und dessen Gattin
Dorothea Heimbertine geb. Hinze
geb. zu Darmstadt den 28. März 1807,
gest. zu Karlsruhe den 23. November 1859.

Friedrich Adolf Klüber (13. Februar 1793 - 5. März 1858) studierte Jura in Heidelberg und trat anschließend in preußische Dienste. Er war von 1817 bis 1824 als Regierungsrat in Düsseldorf tätig, von 1824 bis 1828 wirkte er als Oberbürgermeister von Düsseldorf und trat erst 1832 in badische Dienste. 1845 wurde er zum Staatsrat berufen und Mitglied der 1. Kammer der badischen Ständeversammlung. Nach der Niederschlagung der Revolution wurde er im Juni 1849 Staats- und Außenminister, um die Monarchie im Sinne Preußens zu stabilisieren, aber bereits 1850 wieder abberufen. Klüber war in erster Ehe mit Jacobine Overlack (1803-1830) verheiratet.

Dorothea Heimbertine Klüber, geb. Hinze (28. März 1807 - 23. November 1859) war die zweite Ehefrau von Friedrich Adolf Klüber.


Der Sinnspruch auf dem Epitaph wurde in den 1840er- und 1850er-Jahren in Familien-Taschenbüchern veröffentlicht, dort unter der Überschrift "Auswahl besserer Inschriften auf den Grabes-Stätten unserer Herzens-Verwandten".

Quellen und Literatur

Wikipedia-Artikel "Friedrich Adolf Klüber", online unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Adolf_Kl%C3%BCber

Quellen zu Friedrich Adolf Klüber, unter anderem Tagebücher 1848/49, im Familienarchiv von Klüber im Generallandesarchiv Karlsruhe. Ein Text zu diesem Familienarchiv online unter:
https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/einfueh.php?bestand=22568

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 205-207.

Familien-Taschenbuch. Ein Festgeschenk in sechs Gaben von Joseph Klob, Augsburg (2) 1852, S. 37, online unter:
https://books.google.de/

Grabmal Johann Karl Christoph und Caroline Werrmann

Epitaph aus rotem Sandstein in Form eines Pilasters mit Kapitell, oben die Darstellung eines Schmetterlings, 160 x 60 x 25 cm

Inschrift:

Hier ruhet
Herr Johann Karl Christoph
Werrmann, Senator,
gebohren dahir den 14ten Juli 1752.+.
den 11ten April 1828.
---
Dieses Denkmal weihet dem
unvergeslichen Gatten die tief
bekümmerte Wittwe
Einzige Trost der Hofnung wiedersehn.
Caroline Werrmann
gebohrne Woettlin

Johann Karl Christoph Werrmann (14. Juli 1752 - 11. April 1828), Hofsattlermeister und Senator (alte Bezeichnung für ein Mitglied des Stadtrates). Als Mitglied des Stadtrats wird er ab 1799 genannt. In den ersten Jahren in diesem Amt übte er mehrmals das monatlich neu besetzte Amt des Hospitalvorstehers aus, später wird er als Städtischer Verrechner und Kontrolleur des Pfand- und Leihhauses genannt.

Auf einer Silberplatte, die 1821 in den Grundstein des Karlsruher Rathauses eingelegt wurde, wird Karl Werrmann unter den Mitgliedern des Stadtrats genannt. Er war in erster Ehe mit Katharina geb. Merklin (1750-1816) verheiratet, im Jahr nach ihrem Tod heiratete er Caroline Wöttlin.

Caroline Werrmann (ca. 1779 - 1836), Tochter des Hofrats-Kanzleidieners Christoph Wöttlin, seine Witwe, wurde später in seiner Gruft, die sich außerhalb der Gruftenhalle befand, beigesetzt. "Sie starb, wie sie es lange schon gewünscht hatte, in der Leidenswoche unseres Herrn und Erlösers." (aus der Todesanzeige)

Das Grabmal Werrmanns wurde nach 1882 in die Gruftenhalle versetzt. Bis dahin hatte sich dort die Gruft für den Prälaten Carl Christian Ullmann (1796-1865) und seine Ehefrau Thekla (1800-1881) befunden. Deren sterbliche Überreste wurden auf den Hauptfriedhof überführt.

Der Schmetterling ist seit der Antike ein Symbol für die Unsterblichkeit beziehungsweise die Auferstehung.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 79 (Werrmann) u. 219-221 (Ullmann).

Friedrich von Weech: Karlsruhe. Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung. I. Band 1715-1830, Karlsruhe 1895, S. 431, online unter: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-17294

Karlsruher Zeitung vom 7. April 1836 (Todesanzeige von Caroline Werrmann)

Wandplatte für Karl von Pfeil

Ovale Wandplatte aus Marmor, 40 x 50 cm

Inschrift:

KARL von PFEIL
Hauptm. im Bad. I. Leib-Grenad.
Regim. Ritter d. eis. Kreuzes & d.
milit. K. Fr. Verdienst-Ordens
geb. zu Düsseldorf d. 18. Oct. 1831
verwundet b. Nuits d. 18. Dec. 1870
gest. d. 20. März
1871

Karl von Pfeil (18. Oktober 1831 - 20. März 1871), der aus Düsseldorf stammende Sohn eines Obristleutnants, durchlief die Offizierslaufbahn bis zum Hauptmann 1. Klasse (1869) und Kompanie-Chef im 1. Badischen Leibgrenadierregiment. Er heiratete 1861 Ida, geb. Leipheimer. Im Deutsch-Französischen Krieg erhielt er am 11. Dezember 1870 die Erlaubnis des Großherzogs, das vom preußischen König verliehene Eiserne Kreuz 2. Klasse zu tragen. Eine Woche später wurde er im Gefecht bei Nuits durch einen Beinschuss verwundet und erlag am 20. März 1871 seinen Verletzungen. Das Ritterkreuz des militärischen Karl-Friedrich-Verdienst-Ordens wurde ihm posthum am 22. März 1871 verliehen.

Quellen und Literatur

Major von Trapp-Ahrenschild: Das 1. Großherzogl. Badische Leib-Grenadier-Regiment im Feldzuge 1870/71, Nachdruck des Originals von 1875, S. 190, online unter: http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV021022956/ft/bsb11318613?page=194

Karlsruher Zeitung vom 22. März 1871 (Todesanzeige)

Marmor-Relief für Elise Kiefer

Weißes Marmor-Relief mit der Darstellung von Christus und den drei Erzengeln, 110 x 80 cm, auf gotischer Plinthe

Unter der Bilddarstellung auf einem Schriftband der Namenszug:

ELISE KIEFER

Rechts daneben kleiner eine Künstlersignatur:

 ** Schlegel 186?

Bei Elise Kiefer könnte es sich um die am 24. Juli 1849 geborene und am 11. Dezember 1866 verstorbene Tochter des Hofbäckers Carl Wilhelm Kiefer und seiner Frau Amalia, geborene Sautter, gehandelt haben. Nach dem Tod von Elise Kiefer veröffentlichte eine unbekannte Person (Initialen S. D. P.) einen längeren Nachruf in Reimform im Karlsruher Tagblatt. Das Relief wurde erst später in die Gruftenhalle verbracht, da Elise Kiefer dort nicht begraben worden war.

Die Künstlersignatur verweist vermutlich auf den Karlsruher Bildhauer Wilhelm Schlegel (+ 1877).

Quellen und Literatur:

Karlsruher Tagblatt vom 13. Dezember 1866 (Todesanzeige)

Karlsruher Tagblatt vom 18. Dezember 1866 ("Nachruf an Elise Kiefer")

Grabmal Marie Caroline Wilhelmine und Marie Rheinboldt

Tafel aus weißem Marmor, 70 x 35 x 10 cm

Inschrift:

Hier ruht
Marie Caroline
Wilhelmine
Rheinboldt
Tochter des verst:
Hauptmann Rheinboldt
geb. den 7 August 1839.
gest. den 18 Mai 1870.
---------------------
Eins aber ist noth. Maria hat
das gute Theil erwählet, das
soll nicht von ihr genommen
werden.        Luc.X.42

Der geliebten Tochter
folgte zum ewigen Leben
die Mutter
Marie Rheinboldt
geb. Ludwig
am 2 Juli 1874.
-----------------------
Die mit Thränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Psalm 126.5.

Unten rechts auf der Tafel:

Linz

Marie Caroline Wilhelmine Rheinboldt (7. August 1839 - 18. Mai 1870) war die ledige Tochter des aus Steinbach stammenden, 1845 verstorbenen Hauptmanns Franz Rheinboldt und seiner Ehefrau Marie Rheinboldt, geb. Ludwig.

Marie Rheinboldt, geb. Ludwig (ca. 1811 - 2. Juli 1874), war die Ehefrau von Franz Rheinboldt und die Mutter von Marie Caroline Wilhelmine Rheinboldt.

 

Die Signatur unten stammt von Peter Linz, der im Karlsruher Adressbuch ab 1854 als Bildhauer eingetragen ist und Ende 1875 starb. Werke des aus Köln stammenden Linz wurden zwischen 1854 und 1875 mehrfach in der Großherzoglichen Kunsthalle ausgestellt.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 232.

Karlsruher Tagblatt vom 17. Mai 1857 (Werk von Linz in der Kunsthalle)

Karlsruher Tagblatt vom 13. Juli 1863 (Herkunft und Hochzeit Linz)

Grabmal Sophie Henriette Marx

Marmorplatte, 70 x 85 cm, zwischen 1959 und 1983 verschollen.

Sophie Henriette Marx, geb. von Haber (1797 - 7. Februar 1871), verheiratet 1822 mit Jacob Marx (1795-1830). Sophie Henriette war die älteste Tochter des jüdischen Hofbankiers Salomon Haber (seit 1829 von Haber). Sie wurde hier auf dem christlichen Friedhof beerdigt, da sie 1840 zum evangelischen Glauben konvertiert war. Wenige Tage nach ihrem Tod übergaben ihre Angehörigen Oberbürgermeister Lauter zu ihrem Andenken eine Schenkung von 100 Gulden für die Karlsruher Armen.

 

Die Grabplatte ist zwischen 1959 und 1983 verschwunden. Auf einem Foto aus dem Jahr 1958 ist die Grabplatte noch sichtbar, im 1959 zusammengestellten Verzeichnis der in der Gruftenhalle erhaltenen Grabmale sind Material und Größe der Platte angegeben. Im Erfassungsbericht Gantert 1983 wird sie als fehlend dokumentiert. Die unverputzte Stelle, an der die Tafel hing und ihre Halterungen sind noch heute sichtbar.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 235.

Karlsruher Nachrichten vom 15. Februar 1871 (Spende)

Foto von Horst Schlesiger, veröffentlicht am 3. November 1958 in den BNN (StadtAK 8/BA Schlesiger A5/133/6/6)

Albert Ganter: Dokumentation der kl. Kunstdenkmäler im Bereich der Denkmalpflege im Gebiet der Stadt Karlsruhe, WK 90/28 (StadtAK 7/Nl Gantert 26)

Grabmal Wilhelm Ludwig Wagner

Epitaph aus Rotsandstein in neogotischen Formen, 150 x 50 x 20 cm

Inschrift:

Hier ruhet
Wilhelm Ludwig
Wagner
Bürger und Kaufmann
geb: den 21 Jan: 1787,
gest: den 19 Decbr: 1858.
Ruhe sanft.

Wilhelm Ludwig Wagner (21. Januar 1787 - 19. Dezember 1858), Kaufmann, war verheiratet mit Margarethe Salome, geb. Moll (1785-1836). Im Oktober 1812 eröffnete er in der Langen Straße eine Spezereiwarenhandlung, zu seinem Angebot zählten neben Schokolade und Lebkuchen unter anderem auch Heringe, Essig und Cognac. Mitte der 1830er-Jahre konnte er seinen Beruf aufgeben und lebte als Rentier beziehungsweise als Partikulier von seinem Vermögen. Er vermachte der Karl-Friedrich-, Leopold- und Sophienstiftung testamentarisch 4.000 Gulden.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 224 f.

Karlsruher Intelligenz- und Wochen-Blatt vom 31. Oktober 1812 (Geschäftseröffnung)

Karlsruher Intelligenz- und Wochen-Blatt vom 22. Dezember 1813 (Angebot Spezereiwaren)

Karlsruher Intelligenz- und Tage-Blatt vom 17. August 1836 (Tod seiner Frau)

Karlsruher Tagblatt vom 9. April 1859 (Stiftung)

Grabmal Clara Lotter

Weiße ovale Marmorplatte, 50 x 46 cm

Inschrift:

HIER RUHT
CLARA LOTTER
GEB. BERGMANN,
GEB. D. 25 APRIL 1851,
GEST. D. 19. NOV.
1872.

Die in Magdeburg geborene Clara Lotter (25. April 1851 - 19. November 1872), Tochter des Militärintendanturrats Friedrich Wilhelm Bergmann, heiratete am 18. März 1872 den Militärintendanturrat Oskar Lotter. Dessen erste Ehefrau Elise war am 25. Januar 1871, wenige Tage nach der Geburt ihres Sohnes Eduard Wilhelm Alfred, 25-jährig gestorben. Clara Lotter starb ein halbes Jahr nach ihrer Heirat im Alter von 21 Jahren an der Bright'schen Krankheit (Nierenentzündung).

Quellen und Literatur

Badische Landeszeitung vom 26. Januar 1872 (Tod Elise Lotter)

Kirchenbuch der Militärgemeinde Karlsruhe, Taufen, Heiraten u Tote 1872-1920, Gestorbene September bis Dezember 1872, Nr. 19 (Tod Clara Lotter, Eintrag in Ancestry)

Grabmal Amalie Sophie Freiin von Ungern-Sternberg

Wandkreuz auf drei gestaffelten Sockeln, die beiden oberen mit Inschriften, Marmor, circa 350 x 114 x 49 cm

Inschriften:

HIER RUHT
AMALIE SOPHIE FREIIN
VON UNGERN STERNBERG
GEB. ZU DRESDEN DEN 8. DEZEMBER 1824
GEST. ZU CARLSRUHE DEN 24. MAI 1872

ZWANZIGJÄHRIGER TREUE WIDMET
UNAUSLÖSCHLICHE DANKBARKEIT DIESES DENKMAL
LUISE
GROSHERZOGIN VON BADEN
PRINZESSIN VON PREUSSEN

Amalie Sophie Freiin von Ungern-Sternberg (8. Dezember 1824 - 24. Mai 1872), Tochter des Mannheimer Hoftheaterintendanten Wilhelm Freiherr von Ungern-Sternberg (1777-1847), war Erzieherin und langjährige Hofdame der Großherzogin Luise von Baden. Ihre Verbundenheit drückte sich auch darin aus, dass Großherzogin Luise vorzeitig vom Schloss Mainau nach Karlsruhe zurückreiste, als Amalie Sophie im Sterben lag, um von ihr Abschied zu nehmen. An der Trauerfeier im Karlsruher Schloss nahm neben dem Großherzogspaar auch die Kaiserin, die aus diesem Anlass aus Baden-Baden angereist war, teil. Die Gruft für ihre Beerdigung kaufte ihr Bruder, Legationsrat August Freiherr von Ungern-Sternberg.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 239.

Karlsruher Zeitung vom 25. Mai 1872 (letzter Besuch Luises)

Karlsruher Zeitung vom 28. Mai 1872 (Trauergottesdienst)

Grabmal Luise Maier

Epitaph aus Rotsandstein, Aufsatz mit Wandkreuz zerstört, 125 x 50 x 25 cm

Inschrift:

Luise Maier
geb. v. Reitzenstein
geb. d. 24ten Januar 1819
gest. d. 30ten Juni
1854.

Luise Maier (24. Januar 1819 - 30. Juni 1854) wurde in Bayreuth als Tochter des Oberleutnants Theodor von Reitzenstein geboren und war die Ehefrau des Postcassiers Rudolf Maier.

 

Das Grabmal wurde wohl von einem Begräbnisplatz im Feld in die Gruftenhalle transferiert, als die beiden Gruften für den Bierbrauer Joseph Hack (1808-1869) und Amalie Freifrau von Lilier (gest. 1870) aufgelöst wurden, da ihre Gebeine auf den Hauptfriedhof umgebettet wurden.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 230, 233. (zu den Gruften Hack und von Lilier)

Grabmal von Maximiliane Christiane Freifrau Geyer von Geyersberg und Karl Heinrich Maximilian Freiherr Geyer von Geyersberg

Epitaph aus Rotsandstein, darauf auf einem weißen Sandsteinblock der stark beschädigte Torso eines sitzenden, beflügelten Genius; Epitaph ca. 190 x 110 x 110 cm

Inschrift:

HIER RUHET
MAXIMILIANE CHRISTIANE
GEYER VON GEYERSBERG
GEBORENE GRÄFIN VON SPONECK
GEB: Den 14. MAI 1730.
GEST: Den 1. FEBRUAR 1804.
KINDESLIEBE VERTRAUT MUTTER ERDE
SIE DIR,
SANFT BEWAHRE SIE
BIS UNS DER VATER VEREINT
---------------------------
CARL HEINRICH MAXIMILIAN FREIHERR VON GEYERSBERG
GEB: Den 17. JUNI 1757.
GEST: Den 9. JANUAR 1808.
FÜRCHTEND DEN TOD NICHT, NOCH WÜNSCHEND
VERBLÜHETE HARMLOS UND BIEDER,
DEN BEI DER MUTTER GEBEIN
NUN EINSAM,
BEWEINET DIE SCHWESTER.

Maximiliane Christiane Freifrau Geyer von Geyersberg, geb. Gräfin von Sponeck (14. Mai 1730 - 1. Februar 1804)
Karl Heinrich Maximilian Freiherr Geyer von Geyersberg (17. Juni 1757 - 9. Januar 1808)

Maximiliane war die Mutter von Louise Karoline Geyer von Geyersberg (1767-1820), Reichsgräfin von Hochberg, der zweiten Gemahlin von Großherzog Karl Friedrich.

Ebenfalls hier beerdigt wurde ihr Sohn, Karl Heinrich Maximilian, der in badischen Diensten gestanden hatte. 1802 war er zum Major der Garde du Corps befördert worden, 1806 erhielt er den Titel eines wirklichen adeligen Geheimrats, durch den er in die erste Klasse der Staatsdiener aufstieg. Er verstarb nach einem Schlaganfall.

 

Das durch die Witterung beschädigte Grabdenkmal wurde 1851 von Markgraf Wilhelm und seinen Brüdern erneuert. Grabdenkmal und Gruft befanden sich früher außerhalb der Gruftenhalle und wurden vor 1959 hierher versetzt, nachdem die ursprünglich hier vorhandene Gruft der Freiherren von Stetten auf Position 35 der Gruftenhalle transferiert worden war.

Das Grabdenkmal ist auf einer Grafik aus der Mitte des 19. Jahrhunderts an seinem ursprünglichen Platz auf dem Friedhof abgebildet (rechts neben der Kapelle).

Trauerfeier auf dem Alten Friedhof, Mitte des 19. Jahrhunderts

Quellen und Literatur

Beisetzung des am 9. Januar 1808 verstorbenen Geheimen Rats und Oberstallmeisters Freiherrn Geyer von Geyersberg, Generallandesarchiv Karlsruhe 55/52

Denkwürdigkeiten des Markgrafen Wilhelm von Baden. Hrsg. von der Badischen Historischen Kommission. Berbeitet von Karl Obser. Erster Band, Heidelberg 1906, S. 46 f.

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 139, 242.

Karlsruher Zeitung vom 3. Februar 1804 (Todesanzeige Maximiliane Christiane Geyer von Geyersberg)

Karlsruher Zeitung vom 13. Januar 1808 (Todesanzeige Karl Heinrich Maximilian Freiherr von Geyersberg)

René Gilbert: Artikel "Luise Caroline von Hochberg" im Karlsruher Stadtlexikon: https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php/De:Lexikon:bio-1229

Sandsteinumrahmung der verschollenen Platte für Dr. Joseph und Marie Frick

Sandsteinumrahmung, Marmorplatte mit Inschrift verschollen, 142 x 91 x 12,5 cm

Dr. Joseph Frick (16. Juni 1806 - 11. Oktober 1875) wurde als Sohn eines hochgebildeten Handwerkers in Staufen geboren. Seine Neigung galt der Mathematik, in der er sich auch autodidaktisch vieles aneignete. Für einen Brotberuf studierte er Medizin in Freiburg, wurde 1831 zum Arzt anerkannt. Zugleich bestand er das Examen zum Lehramt für Mathematik und Naturwissenschaften. Weil er nicht wie gewünscht in den Schuldienst eintreten konnte, betrieb er zunächst eine Arztpraxis in Breisach. 1837 ergriff er die gebotene Chance, um am Freiburger Gymnasium Mathematik und Naturwissenschaften zu unterrichten, wurde 1841 zusätzlich zum Vorstand der dortigen Höheren Bürgerschule berufen. Seine Stärke war die praktische Versuchsausführung, für die er auch die dazu notwendigen Apparaturen anfertigte. Er verfasste Lehrbücher für den Physikunterricht an den Schulen, die zu seinen Lebzeiten mehrere Auflagen erfuhren. 1862 wurde er in den neu geschaffenen Oberschulrat nach Karlsruhe berufen. 1859 bis 1869 war er Abgeordneter der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung.

Marie Frick, geb. Moerder (gestorben 15. Dezember 1879) stammte aus Freiburg und war seine Ehefrau, das Paar hatte 1834 geheiratet.

 

Das Grabmal war schon 1959 nicht mehr intakt und befand sich ursprünglich nicht in der Gruftenhalle. Bis 1888 befand sich an dieser Stelle die Gruft von Eliese Brombacher (1821-1872), deren Gebeine auf den Hauptfriedhof umgebettet wurden.
 

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 240, 252-254.

A. Armbruster: Joseph Frick, in: Friedrich von Weech: Badische Biographien, Band 3, 1881, S. 43-45, online unter:
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-226492

Eberhard Eggel: Dr. Josef Frick aus Staufen im Breisgau (1806-1875). Ein bemerkenswerter Ahnherr, in: Südwestdeutsche Blätter für Familien- und Wappenkunde 14 (1973/75), 1, S. 8-15.

Grabmal Veronika Rohrer

Epitaph aus gelbem Sandstein, 122 x 58 x 50 cm 

Inschrift:

Hier
ruht
Veronika Rohrer
1779 - 1869
--------------------
Hebels Vreneli
--------------------
Gewidmet vom
Karlsruher
Liederkranz

Veronika Rohrer, geb. Geiger (28. Oktober 1779 - 8. Januar 1869) stammte aus Hasel im Wiesental, unweit Hausen, wo der Dichter, Geistliche und Direktor des Karlsruher Gymnasiums Johann Peter Hebel (1760-1826) geboren wurde. Um 1802 wurde sie Haushälterin bei Pfarrer Christian Friedrich Mylius (1762-1841) in Efringen-Kirchen, der mit Hebel gut bekannt war. 1817 folgte sie Mylius als Haushälterin auf seine neue Pfarrstelle in Grünwettersbach.

Nach Hebels Tod entwickelte sich ein Kult um seine Gedichte und Schriften. Nachdem Mylius und Veronika Rohrers Ehemann, der Grünwettersbacher Landwirt Johann Rohrer, gestorben waren, verkaufte sie Obst und Blumen auf dem Markt in Karlsruhe. Rohrer fiel durch gekonnte Rezitationen von Hebels Gedichten auf und behauptete auch, dass sie das Vorbild für die die "Vreneli" in Hebels Gedicht "Hans und Verene" sei. Sie wurde insbesondere vom Karlsruher Verein Liederkranz, der den Kult um Hebel besonders inszenierte und dabei auch seine Gedichte vertonte, hochangesehen und in die Verehrung des Dichters mit öffentlichen Auftritten einbezogen. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie ohne Aufmerksamkeit und versorgt von der Armenfürsorge in der Diakonissenanstalt.

 

Das Grabmal wurde erst nach 1959 von einem Begräbnisplatz im Feld in die Gruftenhalle versetzt.
 

Quellen und Literatur

Hebels Vreneli, in: Gartenlaube. Illustrierte Familienzeitung, Heft 13, Leipzig 1869, S. 203-206, online unter:
https://de.wikisource.org/wiki/Hebel%E2%80%99s_Vreneli

Hans Felkl: Wer war Hebels Vreneli?, in: Die Markgrafschaft. Beiträge aus Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Markgräflerlandes 12 (1960), Heft 12, S. 7-11, online unter:
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/markgrafschaft-1960-12/0009

Ludwig Vögely: Johann Peter Hebels Vreneli, in: Badische Heimat 60 (1980), S. 221-229.

Grabmal Wilhelm Freiherr von Beust, Emilie Freifrau von Beust und Alfred Freiherr von Beust

Epitaph aus Marmor mit Wandkreuz und Inschrift im Sockel, 150 x 65 cm ohne das fehlende Kreuz

Inschrift:

Hier ruhen in Gott die theuern Eltern:
Wilhelm Freiherr von Beust
K. P. Major a. D.
geb. den 21 October 1805 † den 2 Februar 1875
Emilie Freifrau von Beust
geborne Meier
geb. den 10 September 1820 † den 31 Januar 1878
und mit ihnen vereint der geliebte Bruder
Alfred Freiherr von Beust
Polytechniker
geb. den 5 November 1851 † den 8 August 1872.
-----------------------------------
Wiedersehen, Wiedersehen
Auf des Himmels lichten Höhen:
Dort, wo gleich gestimmte Seelen
Ewig ihren Wohnort wählen.
Wo des Friedens Palmen weh'n
Wiederseh'n!

Wilhelm Freiherr von Beust (21. Oktober 1805 - 2. Februar 1875)
Emilie Freifrau von Beust, geb. Meier (10. September 1820 - 31. Januar 1878)
Alfred Freiherr von Beust (5. November 1851 - 8. August 1872)

Das bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnte Adelsgeschlecht von Beust war im altmärkischen Ort Büste bei Stendal beheimatet. Wilhelm Freiherr von Beust entstammte einer Linie, die im 18. Jahrhundert in Baden ansässig wurde und zahlreiche hohe Militärs hervorbrachte. Wilhelm, dem Sohn des Hofgerichtsdirektor Carl von Beust, war aber nur eine eher untergeordnete Militärkarriere vergönnt. Er absolvierte die Kadettenanstalt, begann seine militärische Laufbahn 1823 als Secondelieutenant im Regiment von Stockhorn und wurde 1861 vom Hauptmann zum Major befördert.

Er heiratete 1841 die bürgerliche Emilie Meier, Tochter des Militärarztes Dr. Wilhelm Meier. Ihre Tochter Rosalie Luise ging 1871 eine morganatische Ehe mit Prinz Karl, Markgraf von Baden ein und wurde aus diesem Anlass zur Gräfin von Rhena erhoben, ein Titel, den sie auch ihrem Sohn vererbte. Nach dessen Tod 1908 erlosch die gerade entstandene Linie der Grafen von Rhena wieder.

Alfred war der Sohn von Wilhelm und Emilie von Beust, er starb infolge einer Enzephalitis.

Das K[öniglich] P[reußische] Major a. D. der Grabinschrift geht auf die Militärkonvention von 1870 zurück, die das badische Militär zum Bestandteil der Königlich Preußische Armee machte.

Quellen und Literatur

Heinrich Thalmann (Hrsg.): Das Gruftenbuch Carlsruhe. Schüler recherchieren Biografien, Karlsruhe 2011, S. 246 f.

Großherzoglich Badisches Regierungsblatt 1861, Nr. XI vom 27. Februar 1861. (Wilhelm Freiherr von Beust, Beförderung zum Major)

Karlsruher Zeitung vom 10. August 1872. (Todesanzeige Alfred Freiherr von Beust)

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